Einblick in die Stärkung des souveränen Auftritts

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In seiner in 1623 erschienenen Komödie „As you like it“ – Sie wissen schon: „2 x Bruderstreit; 2 x Verbannung; eine Frau, die sich als Mann verkleidet und all´ das im Wald von Arden“- lässt William Shakespeare Jacques einen Monolog einleiten mit den bekannten Worten:

All the worlds a stage

Bild: iStockphoto.com/keithwheat

Ja, die ganze Welt ist eine Bühne und oft habe ich das Gefühl, dass die Anzahl der Rollen, die jeder von uns ausfüllt und für Andere erlebbar macht, wachsen und dass diese Tatsache es für uns komplex macht, die Aufgaben zu differenzieren.

Neben den privaten Rollen (z. B. Tochter, Schwester, Partnerin, Freundin, Mutter etc.) haben die meisten von uns eine Vielzahl von beruflichen Rollen (Mitarbeiterin, Kollegin, Projektpartnerin, Vorgesetzte etc.).

Wie kann es gelingen, diese Rollen gut zu managen?

Und: Wo kommt der Begriff der „Rolle“ her und welche Bedeutung hat dieser?
Der Begriff der „Rolle“, den wir heute so selbstverständlich nutzen, kommt aus dem elisabethanischen England und hat eine spannende Geschichte:

Zu Shakespeares Zeit war es für die Barden, also die Stückeschreiber, riskant das gesamte Stück an die Schauspieler zu geben, da es noch kein Urheberrecht gab. Wieso? Ganz einfach: Es bestand das Risiko, dass die Schauspieler das aktuelle Stück verkauft hätten, um z. B. Spielschulden zu begleichen.

Somit bekam jeder Schauspieler ausschließlich seine eigene Rolle ausgehändigt und diese „aufgerollt“.

Damit die Schauspieler alle Informationen hatten, beinhalteten die Rollen viele wertvolle Hinweise zu den anderen Rollen und z. B. zur Tageszeit bzw. Nachtzeit. Besonders deutlich wird dies in der bekanntesten Komödie, dem Sommernachtstraum.

Leider ist heute im Business nicht immer der Fall, dass die Rollen und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten und Aufgaben so klar sind. Unklarheit und Verunsicherung in der/den Rolle(n) wirkt sich auf den souveränen und authentischen Auftritt aus.

Oder in positiver Sprache: „Wenn die Rolle klar ist, macht die Arbeit Spaß!“
Dieser Ausspruch kommt von einer Kundin von mir, die genau dies ausstrahlt!

Denn die Klarheit im Bezug auf unsere Rolle(n) und Ziele beeinflusst unsere Gedanken und Gefühle und somit auch unsere Sprache und Körpersprache.

Was habe ich gelernt und was bringe ich heute ein?

Durch meine langjährige Business-Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, authentisch und souverän aufzutreten, um gehört und verstanden zu werden und zu überzeugen. Heute sagen wir „authentisch“ – unsere Großeltern hatten noch das ausdrucksstarke Wort „wahrhaftig“. Genau dazu motiviere ich in meiner Arbeit: Wahrhaftig sein – unter Berücksichtigung der Rolle, des Ziels und der Zielgruppe. Wenn der Gedanke ausgesprochen werden darf, dann passt auch die Körpersprache, genau in diesem Bereich gebe ich lediglich fünf wertvolle Tipps und alles andere kommt von alleine – davon bin ich überzeugt!

In Summe ist es ganz einfach, ich kombiniere die folgenden Methoden:

  • klassische systemische Coaching-Methoden
  • Methoden aus der Theaterpädagogik, wenn es um Rolle(n), Körperausdruck und Wahrnehmung geht
  • praxisnahe Methoden aus der Rhetorik, die in Einzelgesprächen, Teammeetings und Vorträgen gut anwendbar sind

Ich bin dankbar für die Methoden aus der Theaterpädagogik, die ich wunderbar mit klassischen Methoden aus der Rhetorik kombinieren kann. Ein ganz besonderer Dank gilt Barbara Müller (www.barbaramueller.de) meiner früheren Dozentin in der Theaterpädagogik und heutigen Supervisorin für die kreativen Impulse und die gemeinsame Weiterentwicklung von Methoden.

Häufige Fragestellungen in Trainings und Coachings sind:

  • „Wie werde ich präsenter?“
  • „Wie kann ich mich besser durchsetzen?“
  • „Wie überzeuge ich meinen Chef, mein Team etc.?“
  • „Was mache ich mit meinen Händen bei einer Präsentation?“
  • „Wie kann ich besser/schneller improvisieren?“
  • „Was kann ich tun, damit ich mehr Aufmerksamkeit bei Vorträgen etc. bekomme?“

Mit viel Raum für persönliche Entwicklung, Stärkung der individuellen Ressourcen und dem Fokus auf den Transfer in die jeweilige berufliche Situation arbeiten wir an diesen Fragestellungen.

Diese Arbeit bereichert nicht nur unsere Kundinnen und Kunden …

Herzlichst Ihre Melanie Conrad