Organisationsentwicklung für Neueinsteiger

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Für Neueinsteiger in das Thema Organisationsentwicklung und alle, die eine anschauliche Darstellung des Themas suchen.
Begleitend zur der 13. Folge meines „Change at work” Podcasts, möchte ich Ihnen hier gerne nochmals alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen.

Ein treffendes Bild zu » Organisationsentwicklung ist der „Hausbau“ (Neubau oder Umbau).

Sinnbildlich gesprochen, ist das Ziel von Organisationsentwickung ein Haus zu bauen oder umzubauen, in dem es sich für alle Beteiligten gut arbeiten und leben lässt.
Und damit das Haus entsprechend der Ziele im definierten Zeitfenster und mit den geplanten Ressourcen gebaut werden kann, ist es wichtig, dass jeder weiß, was seine Rolle und Verantwortlichkeit ist. (An dieser Stelle verzichte ich auf bekannte Beispiele bei denen dies nicht so ist…)
Als Veränderungsarchitektin unterstütze ich den Bauherren, Bauleiter und alle Bewohner bei der Bauplanung und Umsetzung des Projektes.

Daraus leiten sich die folgenden Rollen ab:

  • Bauherr:
    Auftraggeber, der einen Neubau oder Umbau plant, eine Vision und Ziel hat und sich externe Unterstützung holt, nämlich:
  • Architekten: Veränderungsarchitekten
    (in unserm Bild Organisationsberater/externe Projektleitung)
  • Bauleiter: innerer Projektleiter; meist HR-Leiter oder interner
    Projektverantwortlicher für Organisationsberatung
  • Bewohner: das Bild für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Anmerkung: Um unser Bild nachvollziehbar zu gestalten, fokussiere ich mich auf diese Rollen.

Lassen Sie uns zu den Rollen und deren Aufgaben gehen:

Als Veränderungsarchitektin (Organisationsentwicklerin) habe ich folgende Aufgaben:

  • die gemeinsame Prozessentwicklung mit unseren Kundinnen und Kunden, basierend auf den Unternehmenszielen, Strategien und Werten -> Bauplan
  • die Begleitung der Prozessgestaltung gemeinsam mit dem internen Team und dem individuellen teamact-Team -> Begleitung des Bauvorhabens von der Grundsteinlegung über das Richtfest bis zur Einweihung bei Neubauten
  • die Stärkung der internen Ressourcen, z. B. » ttt-Workshops der Führungskräfte
    die Prozesssupervision -> Stärkung des Bauherren, Bauleiters und aller Bewohner
    die Begleitung des lebendigen Praxistransfers -> sodass in der Zukunft auch kleine Renovierungen selbst geleitet werden können

Was sind die wichtigsten Prinzipien für einen Neubau oder Umbau?

1. Betroffene zu Beteiligten machen!
Das bedeutet, dass ich als Veränderungsarchitektin dafür Sorge trage, dass – falls möglich – Personen aus allen Funktionen am Neu- oder Umbauprozess aktiv beteiligt sind.

2. Verändungsarchitektur als permanenter Prozess & „Haus der Veränderung“
Und das kennen wir alle: Wer ein Haus hat, bleibt in der permanenten Umgestaltung und Weiterentwicklung, je nach Lebensphase. (z.B: Umbau der Kinderzimmer, wenn die Kinder größer werden…später Umbau zu Gästezimmern…)

3. Umgang mit späteren Reparaturen / kleinen Umgestaltungen
Durch die vielen Umbauten ist schon gar mancher Hausbesitzer zu einem sehr guten Handwerker geworden, da er sich von den externen Experten viel abgeschaut hat.

4. Kongruenz von Zielen und Wegen
Ein guter Architekt, sagt frühzeitig, was mit den vorhandenen Rahmenbedingungen (Grundstück) und Ressourcen (Zeit & Geld) tatsächlich möglich ist und was nicht.

Die Ebenen der Betrachtung des „Hausbaus oder Umbaues“

Die folgenden Ebenen gibt es zu betrachten, damit ein Neubau oder Umbau gelingen kann:

  • das Haus
  • der Prozess des Bauens/Umbauens
  • die Bewohner

Zu dem Haus:

  • Zunächst geht um das Grundstück und vor allem die Lage
  • Dann geht es um Ziele, Zeitfenster und finanziellen Ressourcen des Bauherrn
  • Was für ein Haus wird gebaut oder umgebaut? Eine Stadtvilla oder ein modernes Bürogebäude? Welchen Zweck erfüllt das Haus? (Raum für Kommunikation oder abgeschlossene Einzelbüros) ?

Wenn all´dies klar ist, geht es um alles rund um den „Bauprozess“:

Prozess

  • die Analysen des Architekten
  • die Bauvorschriften, die zu beachten sind
  • ggf.die internen „Vorschriften“, z.B. Berücksichtigung von Hierarchien der Bewohner für den Bauplan

Und jetzt kommen die Bewohner, die gerne zu einem frühen Zeitpunkt – im Rahmen der Möglichkeiten des Bauherrn – mitgestalten wollen/sollten:

Die Bewohner

…haben die folgenden Fragen:

  • guter Raum zum Arbeiten?
  • Patz für alle Arbeitsmittel?
  • kurze Wege (praktisch)
  • Raumklima

Sie sehen – es gibt ganz viel zu beachten, damit ein Neubau oder Umbau gelingt.
Ich freue mich ganz besonders, wenn der Umzug gut gelaufen ist und alle gerne im neuen oder umgebauten Haus arbeiten.
Für mich persönlich ist ein „Hausprojekt“ erfolgreich, wenn die „Bewohner“ zu „Heimwerkern“ geworden sind, die viele Reparaturen und kleine Umbauten basierend auf den gemachten Erfahrungen selbst durchführen können und vor allem wollen!

Das war’s für heute!
Ich hoffe, mein Bild mit „dem Haus“ war für Sie unterstützend und inspirierend!

Und wenn Sie tiefer in dieses Thema einsteigen möchten, » hören Sie doch gerne in meinen Podcast rein. Hier finden Sie weitere spannende Folgen zum Thema!

Herzliche Grüße

Ihre Melanie Conrad