Resilienz entwickeln in Zeiten der Veränderung

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In vielen Organisationen stehen die Zeichen auf Wandel und Veränderung. Abteilungen werden umstrukturiert, neue Produkte entwickelt, neue Leitlinien implementiert oder andere kulturelle Aspekte verändert. Für die Betroffenen bedeutet das immer erst mal ein Zusatz an Arbeit: „Wie soll ich das jetzt auch noch zusätzlich schaffen?“

Den äußeren Anforderungen kann man mit gutem Zeit- und Selbstmanagement begegnen oder auch mit einer guten Verhandlungsführung gegenüber den Veränderungen.

Neben diesen äußeren Anforderungen gibt es auch unsere inneren Ansprüche, Antreiber und Motivatoren. Dort sollen die Veränderungen nicht nur gut umgesetzt werden, sondern perfekt. Oder wir wollen die vorgegebenen Zeitangaben nicht nur einhalten, sondern alles noch schneller machen. Oder wir wollen es den Vorgesetzten, Mitarbeitern und allen anderen so recht machen, dass alle zufrieden sind.

In diesen inneren Mechanismen – wie leben und gestalten wir unsere Arbeit – vergessen wir manchmal auf unsere Ressourcen zu achten. In unserer Begeisterung oder auch Pflichterfüllung alles perfekt machen zu müssen, verlieren wir uns selber aus dem Auge. Dann werde ich vom Perfektionismus angetrieben und frage nicht mehr: „Lohnt sich dieser Aufwand überhaupt? Oder ist er gar angemessen? Wird das wirklich von mir erwartet oder gefordert?“

Neben dem Management der äußeren Belastungsfaktoren liegt viel Potenzial in der Steuerung und Reflexion der inneren Antreiber. Diesen Bereich zu reflektieren und ggf. neu zu balancieren, kann ein neues und intensives Gefühl von Zufriedenheit und Selbstbewusstsein bringen. Wenn ich mich nicht mehr getrieben fühle von den Anforderungen, sondern mich selber bewusst steuere. Dann lauten die Sätze manchmal: „Lieber heute gut als übermorgen perfekt!“ oder „Ich muss es nicht immer allen recht machen!“

Hier kann es zu einer Veränderung in der Haltung zu sich selber und seiner Umwelt kommen. Eine gute Resilienz bedeutet, mit sich selber und den eigenen Ressourcen in Kontakt zu sein und einen fairen und angemessenen Austausch mit anderen zu pflegen.

In unseren Seminaren können Sie testen, wie stark Ihre Antreiber ausgeprägt sind. Wo sind sie hilfreich und unterstützend und wann fangen sie an hinderlich oder sogar gesundheitsgefährdend zu werden. Sie haben Gelegenheit, für sich neue Strategien im Umgang mit den inneren Antreibern zu entwickeln und dadurch Ihre Resilienz zu stärken. Oft geht das einher mit Erfahrungen wie: „Jetzt versuche ich, es nicht mehr allen recht zu machen und stelle fest, dass meine Akzeptanz und Wertschätzung bei den Kollegen enorm gestiegen ist und mein Selbstbewusstsein auch.“