Seien Sie authentisch und souverän – ein Einblick in die Arbeit von Marianne Hoehl

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Schon immer hat es mich fasziniert zu beobachten, wie Menschen miteinander kommunizieren und mit welchen Gesten und welcher Mimik sie das, was sie verbalisieren mehr oder weniger authentisch vermitteln können.

Während meiner langjährigen Arbeit als TV- und Event-Moderatorin hatte ich die Gelegenheit selber zu erfahren, welchen enormen Unterschied es macht, lebendig und authentisch zu präsentieren. Einfach echt und glaubwürdig zu sein und damit nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch die Herzen des Publikums gewinnen zu können.

Meistens machen wir uns in einem Gespräch Gedanken über das, was wir sagen wollen, obwohl zeitgleich bereits viele nonverbale Äußerungen spontan und oftmals unbewusst über unsere eigene Körpersprache vermittelt werden.

Eine Studie des amerikanischen Psychologen Prof. Albert Mehrabian aus dem Jahr 1971 veranschaulicht, wie wichtig es zum Beispiel bei Reden, Vorträgen und Präsentationen ist, auf eine Kongruenz, eine Stimmigkeit bei der Mimik, dem Stimmklang und der Sprache zu achten. Tauchen Unstimmigkeiten auf, tendieren Zuhörer eher dazu der Mimik und der Tonalität zu glauben und nicht dem Inhalt der Worte.

Prof. Mehrabians Forschung zeigt auch, wie wir unserer Kommunikation mehr Ausdruck verleihen können. Wer nämlich Körpersprache und Stimme ganz bewusst und authentisch einsetzt, der kann Menschen nicht nur rational, sondern auch emotional erreichen.

Emotionen prägen unser Handeln und unsere Entscheidungen viel mehr, als unser rationales Denken. So nützen die besten Argumente nur wenig, wenn sie mit zögerlicher Stimme und unsicherer Körpersprache vorgetragen werden. Genauso wie wir ein aufgesetztes Lächeln als das wahrnehmen können, was es tatsächlich ist: ein falsches Lächeln.

Fazit: Ein sehr großer Teil unserer Kommunikation erfolgt nonverbal!

Gerade deshalb ist es mir in meiner Arbeit ein besonderes Anliegen, die unterschiedlichen Aspekte unserer Wahrnehmung zu erläutern und mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Sensibilisierung der Wahrnehmungsfähigkeit zu arbeiten.

Wie oft habe ich selber es bei „Livesendungen“ im Fernsehen erlebt, dass enorme Anspannung und Nervosität kurz bevor es losging, dafür gesorgt haben, dass ich all meine Texte und den gesamten Ablauf zu vergessen drohte. Geholfen haben dann nicht nur eine wirklich intensive inhaltliche Vorbereitung, sondern ganz besonders auch Rituale zur Unterstützung der Zentrierung und Ruhe.

Ich möchte mit Ihnen Präsenzübungen trainieren, die Sie dabei unterstützen können auch in Stresssituationen ganz „bei sich zu bleiben“. So werden Sie sich nicht nur ruhiger fühlen, wenn es darauf ankommt, Sie werden diese Gelassenheit auch ausstrahlen.

Und schließlich möchte ich mit Ihnen noch einen kleinen Diskurs in die Welt der Sprachmuster unternehmen. Anhand einiger praktischer Übungen werden Sie erkennen können, welch große Wirkung eine oft nur kleine sprachliche Veränderung herbeiführen kann.

Herzlichst

Ihre Marianne Hoehl